Wo der Wurm nicht stirbt
Was hat Jesus im Markusevangelium Kapitel 9, Verse 44, 46,48 sinnbildlich mit dem Wurm gemeint?
Der Wurm steht für den Verfall und die Maden, die den Leichnam zersetzen. Der Wurm ernährt sich von dem toten Leichnam. Es ist Zerstörung und Schande, die bewirkt, dass die Seelen sich weiter von Gott entfernen und nicht bereit sind zu bereuen. Der Wurm der nicht stirbt ist das eigene teuflische Verhalten. Ein Zustand der es für viele unmöglich macht sich zu reinigen. Sie halten fest an dem Bösen und sehen bei sich keine Schuld. Schuld sind immer die anderen. Dieser Zustand ist wahre Hölle.
Hat Jesus gesagt, ob und wie man den Wurm besiegen kann?
Matthäus 18, 8: „So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, dass du zum Leben lahm oder als ein Krüppel eingehst, denn dass du zwei Hände oder zwei Füße habest und werdest in das ewige Feuer geworfen.“
Vers 9: „Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus und wirf's von dir. Es ist dir besser, dass du einäugig zum Leben eingehest, denn dass du zwei Augen habest und wirst in das höllische Feuer geworfen.“
Jesus sagt, man solle sich von allem trennen, was zum Straucheln bringt. Kann die Seele wachsen und gedeihen, wenn man das negative Tun nicht überwinden möchte? Deshalb reiß aus, was dich in deiner geistigen Entwicklung zurückwirft. Wir sind hier auf der Erde um zu lernen und würdig zu werden für die Gnade und das Erbarmen aus Gott. Ohne eine erfolgreiche Grundschule hier ist eine weiterführende Schule in der Ewigkeit nicht möglich. Wir wollen doch nicht die Grundschule wiederholen müssen?
90. Psalm 2-4 und 12-13: „Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder! Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache…Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Herr, kehre doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!“
Der Apostel Thomas schreibt in seinem Evangelium Vers 84: Jesus sagte: „Wenn ihr euer Abbild seht, werdet ihr euch freuen. Wenn ihr aber eure Bilder seht, die vor euch entstanden sind, die weder sterben noch sich offenbaren, wie viel werdet ihr dann ertragen?“
Weitere Fundstellen: Matthäus 16:13-16, Lukas 9:19, Jeremia 1:4-5, Spruch Nr. 50 des Thomas-Evangeliums, Matthäus 11:13-14, Markus 9:11-13, Johannes 8:56-58, Lukas12:59, Origenes: Joh. Komm. VI, 13, 74, Rufin: Peri Archon III, Praefatio Rufin 194.
Jüdische Gelehrter Schalom ben Chorin: „Der Gedanke der Wiedergeburt ist im Judentum der Zeit Jesu offensichtlicher Volksglaube.“
Siehe auch: Internet-Recherche: http://www.bhakti-yoga.ch/FACTS/ReinkFrChr.html 30.01.2007, O. Schmidt, Wir leben nicht nur einmal, Rückerinnerungen an frühere Leben, Drei Eichen Verlag München 1973, Seite 126
Was sagt Jesus über den Leichnam?
Jesus zitiert den Ausspruch über den Leichnam in den Evangelien nach Matthäus 24,28 und Lukas 17,37: „Wo ein Leichnam ist, da sammeln sich die Geier“ (bzw. „Wo das Aas ist, da versammeln sich die Aasgeier“
Ein Leichnam ist tote Materie. Der Atem einer in Gott lebendigen Seele ist tot. Wo nicht Gott ist, da regiert die Hölle. Hölle ist der Zustand von Seelen, die in ihrem verdrehten Wesen sich jeglicher weiteren positiven Entwicklung zum Guten entziehen und sich mit Gleichgesinnten umgeben.
Wenn ein notorischer Lügner freiwillig wie auch unfreiwillig umgeben ist von Gleichgesinnten, so ist das für ihn Hölle, denn so wie er belügt, so wird er belogen.
Wenn eine Seele verzehrt von Hass und Zorn auf solche trifft, die ihm gleich gesinnt sind, dann fachen diese den Hass weiter an und schüren das „Feuer im Ofen des Zorns“. Man kann dann sagen, er ist umgeben von Hölle und ein für Gott, solange der Zustand anhält, verlorener Sohn.
Was ist nach Jesus ein Feuer das nicht verlöscht?
Das in der Bibel von Jesus erwähnte Feuer, das nicht verlischt, ist ein Sinnbild für das Gericht Gottes, die Hölle oder die Gehenna. Im Markusevangelium (Markus 9,43-48) warnt Jesus mehrfach vor diesem Ort, an dem „der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“. Wenn die zukünftige Strafe für die Sünde nun Realität ist, welchen Charakter wird sie dann tragen? Ist ihr Zweck, den Menschen zu heilen und zu bessern, oder zieht sie Bestrafung und Vergeltung vor? Dies ist eine sehr wichtige Frage, denn kann man sie beantworten, klärt sich auch die Frage, wie lange diese Strafe andauern wird. Wenn sie nämlich im zukünftigen Leben die Besserung des Bestraften zum Ziel hat, ist es offensichtlich, dass sie nicht ewig sein kann.
Ist die kommende Strafe, von der die Schrift spricht, ein Mittel zur Erneuerung? Wird die Hölle eine große Besserungsanstalt sein, damit jene widerspenstigen Menschen sich bessern können, die sich durch die Verkündigung der Gnade nicht erreichen ließen? Die Beantwortung liegt in der Entscheidung der betroffenen Seele.
Ewig (Adjektiv): αιώνιος (aiónios), der griechische Urtext für das deutsche Wort ewig ist „aionios“. Dieses Wort ist verschieden deutbar. Im Begriffslexikon zum Neuen Testament 1971 ist zum Begriff „a i o n i o s“ gesagt: „Lange Zeit, Zeitdauer, womit sowohl eine genau begrenzte als auch eine unbegrenzte Zeit gemeint sein kann
Also kein Widerspruch, keine ewige Verdammnis, kein ewiges schwarzes brennendes Loch, denn der Vater im Himmel ist kein grausamer Gott; er sehnt sich nach seinen verloren gegangenen Kindern.
„Der Kirchenlehrer Hieronymus (gest. 420) der der Sekretär des Papstes Damasus war, schrieb in seiner Erklärung des Propheten Isaias, die Verdammten würden später reichlicher Tröstungen teilhaftig, aber das müsse geheim gehalten werden, damit die Gläubigen aus Furcht vor den ewigen Höllenstrafen nicht sündigen (Is 14,2). Dieses pädagogische Motiv war sicher einer der Gründe, weshalb kirchliche Kreise die Lehre des Apokatastasis des Origenes bekämpft und verurteilt haben. Auch Petrus Chrysologus, Bischof von Ravenna (gest. 450) hatte wie andere Bischöfe die Überzeugung, dass die Höllenstrafen nicht ewig dauern…“
In dem Kapitel, Der Seele die Form geben, habe ich vor längerer Zeit geschrieben:
Wer der Güte, der Liebe und der Gnade meint nicht zu bedürfen, der fällt ab vom Weinstock. Die Nabelschnur ist durchtrennt und die Nahrung fließt nicht mehr. Die Rebe kann aber ohne göttliche Nahrung nicht existieren, deshalb fällt sie ab und trocknet aus. Sie wird geerntet und ins „Feuer geworfen“. Die Ernte ist der leibliche Tod, während die Seele schon vorher geistig abgestorben ist. Das Feuer in der anderen Dimension ist das Erwachen im Schmerz der Seele, die Liebe Gottes, die zur Läuterung drängt! Die Seele sieht sich dem Kampf und Schmerz ausgesetzt, auf dem Weg der Erfahrung und des Wollens zur göttlichen Liebe hin. Andere wiederum gehen einen langen Weg im Nichtwollen zur weiteren Entwicklung und im Verharren des Stillstandes und im Abwarten. Weitere stehen nicht nur still, sondern entwickeln sich rückwärts im Hass und in der Ablehnung der Göttlichkeit. Dann sind sie auf der Stufe der gefallenen Engel angelangt, die nicht alle ins Vaterhaus heimkehren wollen. Wer will, kann diesen Zustand als „ewiges Feuer“ begreifen, aber auch dieser Zustand ist von Gott nicht ewig gewollt, sondern es dauert dieser Zustand eine lange Zeit an.
Welche Seelen sind von dieser Hölle betroffen?
Matthäus 25,41: „Dann wird er zu denen auf seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das „ewige“ Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!‘“ Matthäus 25,46: „Und diese werden in die „ewige“ Strafe gehen …“ Im Vers 45 erklärt Jesus: „Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch; Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“
Die Dunkelheit der Hölle ist das fehlende Licht, das Licht der Liebe Gottes, das nicht einzudringen vermag. Sie sind verschlossen in ihrem selbst geschaffenen dunklen Zustand. Ein streitsüchtiger Mensch zieht sich zurück, wenn er die Erde auf den Kopf gestellt hat, überlässt die verbrannte Erde sich selbst und empfindet Freude an seinem Tun. Wenn eine solche Seele sich plötzlich in der anderen Dimension findet, dann ist sie umgeben von gleich gesinnten Streitsüchtigen. Derjenige, der die Hölle brachte, dem wird dann die Hölle dargereicht! Die einzelne Seele kann sich Anderen nicht ohne weiteres entziehen und es kommt keine Freude auf über ihre Werke. Sie wird in dem selbst geschaffenen Zustand sehen und wenn sie will auch lernen, was es bedeutet, wenn man den Frieden merklich und dauernd gestört hat. Entweder bleibt sie dann eine lange Zeit in einer Art lähmendem Stillstand oder sie bereut ihre vorherige Art und erlebt die göttliche Liebe in der Hilfe. Verbleibt die Seele in ihrem geschaffenen Zustand, wer will dann behaupten, der Satan halte sie in ewigerer Pein gefangen, wenn die Seele beseelt von ihrer Eigenliebe und verzehrt im Hass und Zorn Böses wirken will, und dann selber ein Teufel wird und ist; und wie viele Teufel sind hier, und wie viele Teufel sind in der anderen Dimension? Ich kann mir gut vorstellen, dass die Menge der Teufel hier auf dieser Erde ihr Unwesen treiben.
Wer sind die Geringsten?
In Matthäus 25, im Vers 40 wird dies sehr deutlich. Dort steht: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Die geringen Brüder in Christus lieben ihn, den Christus, folgen ihm nach. Sie sind unsere Nächsten: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, hat Jesus gesagt. Wer an einem Obdachlosen vorbeigeht und seine Seele wird nicht berührt, wie kann dann dieser Mensch meinen, dass Christus ihn umarmt?
Die Kirchen fassen das Evangelium von Jesus Christus viel weiter. Hierzu habe ich nachgelesen mit der KI: Das Gebot der Nächstenliebe und der Schutz von Schwachen und Fremden gelten im Evangelium universell. Stimmt das? Dass Jesus von einem besonderen Schutz von Fremden, die nicht an ihn glauben, gesprochen haben soll, kann ich im Neuen Testament nicht finden. Die Hilfe für arme, kranke, hungernde oder schwache Menschen im Alltag zeigt, wie wir zu Jesus selbst stehen.
Ich habe einer Muslimin, die in der Stadt vermummt bettelte, fünf Euro geben wollen und sie gefragt, ob sie dieses Geld auch im Namen von Jesus annehmen würde, sie sagte zu mir: Nein, das werde ich nicht tun. Muss ich ihr dann trotzdem geben? Diese Frage muss jeder für sich beantworten.
Gibt es noch schlimmere Sünden, die Jesus angesprochen hat?
Es gibt aber noch viel größere Verfehlungen als nicht zu helfen. Die Verletzung von Kinderseelen. Hierzu sagt Jesus in Matthäus 18, Vers 6: „für den, der einen dieser Kleinen ärgert wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.“
Es wäre besser für die Kinder, die er dann nicht weiter missbrauchen kann, wie auch für ihn, dass dieses Treiben aufhört und er nicht noch tiefer in seinem Tun verstrickt wird. Jesus hat klar und deutlich gesagt: „ersäuft ihn im Meer, wo es am tiefsten ist.“
Das muss doch einige Männer damals wütend gemacht haben, als Jesus von einem Skandal gegenüber den Kleinen sprach, die ihn den Gottessohn liebten. Und nicht nur das, sondern er hat auch den Tod von diesen Übeltätern gefordert.
Luther hat mit dem Wort „ärgern“ übersetzt, wie haben die Bibelgesellschaften in den neuen Übersetzungen geschrieben?
„Thesaurus“ übersetzt das Wort ärgern auch mit bedrängen, belästigen und aufregen. Bedrängen heißt auch angreifen und erzwingen. Dem braucht man nichts hinzuzufügen.
In neuen Übersetzungen heißt es: Wenn man ein Kind „zum Straucheln bringt“. „Thesaurus“ übersetzt auch mit „zum Entgleisen“ bringt. Wenn das Kind Erlebnisse hat, die es zum Straucheln und auch zum Entgleisen bringt, dann weiß jeder Psychologe was damit gemeint ist.
Mt 18,7: ουαι τω κοσμω απο τωνσκανδαλων αναγκη γαρ ελθειντα σκανδαλα πλην ουαι τωανθρωπω δι ου το σκανδαλονερχεται
Dass Jesus von Skandale gegenüber den kleinen Kindern sprach, so deutlich wurde in den Bibeln nicht übersetzt. Bis ins 20. Jahrhundert kann man noch von „ärgern“ lesen. Jetzt in den neuen Übersetzungen liest man wie folgt:
Lutherbibel, revidierte Fassung von 1984: „Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt…“
Die revidierte Elberfelder Übersetzung von 1992 und die Schlachter 2000 übersetzen nicht mit „ärgern“, sondern mit „Anlass zur Sünde gibt.“
Die Gute Nachricht Bibel von 1994 übersetzt diese Kinderstelle dann so: „Und wer in meinem Namen solch ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf. Wer auch nur einen einfachen Menschen, der mir vertraut, an mir irre werden lässt, der käme noch gut weg, wenn man ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen würde.“
Die Einheitsübersetzung, Die Bibel von 2011, evangelisches und katholisches Zusammenwirken, übersetzt: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt… “
Ein Kindesmissbrauch wird mit einer Verführung, einem Anlass zu einer Sünde, zu einem Glaubensabfall, und die kleinen Kinder werden zu einfachen Menschen, in den neuen Bibeln übersetzt.
Wer ein Kind zum Bösen verführt ist ein Krimineller. Wer ein Kind im Missbrauch seelisch massiv verletzt, und dieses Tun ist keinesfalls eine Verführung des Opfers, der ist ein Satan. Es wäre besser für diesen Satan, wenn er seinem schmutzigen Leben ein Ende setzen würde.
Hinweis in eigener Sache:
Ein Leiter einer Bibelgesellschaft, nicht die Deutsche, hat mich telefonisch kontaktiert, meiner Argumentation nicht widersprochen und mitgeteilt, dass die Deutsche Bibelgesellschaft für die revidierte Textfassung verantwortlich ist. Die deutsche Bibelgesellschaft hat auf meinen schriftlichen Protest nicht reagiert.
Gedicht von Innokcntij Anncnskij, etwa 1909, "Die Kinder", die vierte der fünf Strophen:
"Kindertränen, ohne Schuld,
Reinigt nicht einmal die Buße,
Weil in ihnen Christus ist,
ganz, in seinem vollen Glanze"